Boxen ohne Kampfgeist

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Boxen ohne Kampfgeist

Beitragvon [ Administratoren ] Knuddi79 » 06.01.2012 06:42

Boxen ohne Kampfgeist

Bei der Sat.1-Show "The Voice of Germany" geht es für die Kandidaten in die nächste Castingrunde, die Battles. Was sich dramatisch anhört, kommt in der Umsetzung dann allerdings mehr als harmlos daher. Von Katharina Gipp

Nach einigen Folgen Weichspülgang mit den sogenannten "Blind Auditions" geht es für die Kandidaten der Castingshow "The Voice of Germany" nun zu zweit in den Boxring. Im direkten Gesangsduell soll sich zeigen, wer von beiden der bessere Sänger ist. Die "Battlerounds" sind eingeläutet.

Dabei ist das Setting vielversprechend. Es geht nicht - wie so oft angekündigt - auf Nenas Ponyhof; vielmehr finden die Proben und Coachings in Räumlichkeiten mit dezentem Fabrik-Chic statt. Und auch der Boxring als Bühnenkulisse legt nahe, dass sich dem Zuschauer bald der Anblick zweier duellierender Sänger bieten werde.
Viel Schmalz und Harmonie

Auch noch beim Einzug der Kandidaten auf die Bühne wird dem Boxthema treu geblieben. Es ertönt eine Glocke, die konkurrierenden Sänger recken die Fäuste, der ein oder andere plustert sich ein bisschen auf. Doch kaum sind die ersten Beats gespielt, ist vom Kampfesgeist nicht mehr viel zu spüren. Selbst wenn der Gegner noch so übermächtig scheint, wird freundlich und rücksichtsvoll weiter neben ihm hergeträllert. Mit einem Battle - geschweige denn mit einem Boxkampf - hat das nicht viel zu tun.

"Habt Spaß und kämpft", beschwört Mentor Xavier Naidoo sein Kandidatenteam. Was auch immer er sich bei diesem Ausspruch gedacht hat: Seine ersten konkurrierenden Kandidaten Julius Olschowski, 23, und Katja Friedenberg, 25, erwecken nicht den Eindruck, als wollten sie sich gleich an die Gurgel springen - im Gegenteil. Harmonischer hätten sie Silbermonds "Krieger des Lichts" kaum singen können. Von Aggression ist nichts zu spüren - vielmehr wird sie gemieden.
Für jedes Problem eine Lösung

Wer nicht in Jan-Delay-Manier von einer "miesen Schlampe" singen will, dem bietet Coach Rea Garvey schnell ein völlig konfliktfreies Lied an. Lena Sicks, 17, und Heiko Schmidt, 18, können sich mit einer derart ausfallenden Sprache nicht anfreunden und schnulzen dann lieber über Andreas Bouranis „Eisberge“ herum. Garvey möchte anschließend beide Kandidaten in die nächste Runde schieben, entscheidet sich dann aber schließlich für Lena - ein Urteil das vor lauter Belanglosigkeit des Auftritts dann aber auch irgendwie egal ist.

Naidoos Kandidat Stefan Zielasko, 31, muss nach seiner Darbietung des George-Michael-Songs "Jesus to a Child" den Ring als Verlierer verlassen. Nach seinem ersten Auftritt bei der Castingshow war es für ihn ein wenig ungemütlich geworden. Angeblich hatte er seine "Popstars"-Vergangenheit verschwiegen, behauptet, er habe gar keine Bühnenerfahrung. Spätere Einwände, erklärende Passagen seien herausgeschnitten worden, konnten die Negativschlagzeilen auch nicht mehr rückgängig machen. Im direkten "Duell" gegen die "Engelsstimme" Rino Galiano zieht er dann den Kürzeren.
Kaum Aggressionspotenzial

Die Grundvoraussetzung für einen ernstzunehmenden Kampf ist nur in den wenigsten Fällen gegeben - denn aggressiv zieht eigentlich niemand in den Ring. So haben die Bosshoss-Kandidatinnen Ivy Quainoo, 19, und Annika Röken, 26, noch vor ihrem Battle große Töne gespuckt (Annika: "I’m gonna kick some ass", Ivy: "Zur Not muss ich mit den Fäusten rangehen"), doch zu einem wie auch immer gearteten Schlagabtausch kommt es nicht. Dafür wird die Stimme aus dem Off nicht müde zu betonen, wie viele Freundschaften zwischen den Teilnehmern inzwischen entstanden sind.

Einzig das Duell zwischen Ramona Rotstich, 31, und Vera Luttenberger, 18, verdient seine Bezeichnung. Ramona hält Vera für eine Tussi, die wiederrum sieht in ihrer Rivalin eine Gothic-Frau. Im Battle kommt es dann tatsächlich zum offensiven Stimmeinsatz. Ramona versucht, ihre Rivalin wegzuschreien, wird dann aber doch von ihren Coaches von The Bosshoss nach Hause geschickt. Richtiges Kämpfen ist anscheinend pfui!

Die Show endet mit einer Vorschau auf die nächste Folge. Ein Kandidat murmelt etwas von "Ich hau ihm aufs Maul" und eine Stimme aus dem Off verspricht, dass der Ton immer rauer und die Luft immer dünner werde. Unfair, alle verfügbaren Spannungselemente in die letzte halbe Minute der Sendezeit zu verfrachten.


http://www.stern.de/kultur/tv/the-voice ... 63935.html
Liebe Grüsse
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